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Gefangen im Kaukasus – 4/10 – Wehrmachtsoldaten erzählen ihre Geschichte

Ehemalige Wehrmachtsoldaten und Soldaten der Waffen-SS, erzählen ihre Geschichte in russischer Gefangenschaft. Sehr bewegende Erzählungen. Zusammen mit dem ehemaligen Kriegsgefangenen Detmar Heller unternimmt David Kakabadse eine Reise nach Tiflis. Dort trafen die beiden Menschen, die als Kinder oder junge Leute diese Zeit erlebt hatten. Sie hätten nie Hass gegen die Deutschen als Volk empfunden, sagt ein Georgier. Für ihn fand die Konfrontation auf der politischen Ebene zwischen dem Nazistaat und dem KGB statt. Die freiheitsliebenden Georgier litten unter der spätstalinistischen Sowjetmacht, das verband sie mit den Deutschen, gegen die sie kurz zuvor noch gekämpft hatten. Die georgischen Lager waren zwar auch kein Spaziergang, aber nicht zu vergleichen mit den extrem harten Bedingungen in den Lagern Sibiriens. Die sprichwörtliche Gastfreundschaft der georgischen Bevölkerung erleicherte den Kriegsgefangenen den Zwangsaufenthalt fern der Heimat. Einige mussten fast fünf Jahre ausharren, bis sie entlassen wurden. Fast jeder der ehemaligen Lagerinsassen erinnert sich an ein menschlich anrührenden Erlebnis. Auf dem Markt steckte man ihnen frisches Obst zu, eine alte Frau, die selbst nicht viel zum Leben hatte, schenkte ihnen Gebäck, auf “Betteltouren” erbeuteten sie Lebensmittel. Sogar die russischen Posten, die auch schlecht versorgt waren, bekamen etwas davon ab. Trotz der schrecklichen Umstände – Hunger, Krankheit, Tod, Zwangsarbeit ist den Erzählungen der ehemaligen
Video Bewertung: 5 / 5

Ehemalige Wehrmachtsoldaten und Soldaten der Waffen-SS, erzählen ihre Geschichte in russischer Gefangenschaft. Sehr bewegende Erzählungen. Zusammen mit dem ehemaligen Kriegsgefangenen Detmar Heller unternimmt David Kakabadse eine Reise nach Tiflis. Dort trafen die beiden Menschen, die als Kinder oder junge Leute diese Zeit erlebt hatten. Sie hätten nie Hass gegen die Deutschen als Volk empfunden, sagt ein Georgier. Für ihn fand die Konfrontation auf der politischen Ebene zwischen dem Nazistaat und dem KGB statt. Die freiheitsliebenden Georgier litten unter der spätstalinistischen Sowjetmacht, das verband sie mit den Deutschen, gegen die sie kurz zuvor noch gekämpft hatten. Die georgischen Lager waren zwar auch kein Spaziergang, aber nicht zu vergleichen mit den extrem harten Bedingungen in den Lagern Sibiriens. Die sprichwörtliche Gastfreundschaft der georgischen Bevölkerung erleicherte den Kriegsgefangenen den Zwangsaufenthalt fern der Heimat. Einige mussten fast fünf Jahre ausharren, bis sie entlassen wurden. Fast jeder der ehemaligen Lagerinsassen erinnert sich an ein menschlich anrührenden Erlebnis. Auf dem Markt steckte man ihnen frisches Obst zu, eine alte Frau, die selbst nicht viel zum Leben hatte, schenkte ihnen Gebäck, auf “Betteltouren” erbeuteten sie Lebensmittel. Sogar die russischen Posten, die auch schlecht versorgt waren, bekamen etwas davon ab. Trotz der schrecklichen Umstände – Hunger, Krankheit, Tod, Zwangsarbeit ist den Erzählungen der ehemaligen
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{ 11 } Comments

  1. chloe7829 | 23. Januar 2012 um 09:10 | Permalink

    in 1944/45 wohnten wir in einem kleinen Dorf, Naehe Bonns, Im Schloss waren russische Gefangene untergebracht. Abends durften die ins Dorf. Meine Mutter hatte immer Brot mit Belag usw auf der Fensterbank gelegt, die armen Russen nahmen sich das. Wir durften es nur nicht den Gefangenen per Hand reichen, das war verboten.

  2. STBF1337 | 23. Januar 2012 um 09:14 | Permalink

    @BigBuddha3

    Das mag ja sein, aber das heisst nicht nur weil der Parteichef aus der selben Region ist das man seine Politik gut heissen muss.

  3. BigBuddha3 | 23. Januar 2012 um 10:07 | Permalink

    stalin selbst war Georgier

  4. giorgius5 | 23. Januar 2012 um 10:45 | Permalink

    Its pity that Germany forgot all of this and much more which binds it with Georgia. The only thing Germany remembers now is gas and is eager to sell Georgia to Russia…

  5. STBF1337 | 23. Januar 2012 um 10:55 | Permalink

    Du hast vergessen zu berücksichtigen das der kaukasischen Völker nicht unbedingt “Russen-freundlich” bzw. dem Stalinismus gegenüber positiv eingestellt waren.

    Menschlichkeit ist unbezahlbar.

  6. ayyildiz57 | 23. Januar 2012 um 11:04 | Permalink

    liebe und menschlichkeit ist das grösste..
    mal findet es man im kaukasus mal in deutschland mal anderswo aber egal wo man dies findet es ist ein starkes gefühl das grösste und schönste was gibt.
    danke lieber kaukasus meine urheimat vielleicht habe ich deswegen liebevolle beziehungen in deutschland gefunden und meine ganze familie hat dies hier gefunden ich glaube an sowas an begegnungen.. an die unsichtbaren fäden GOTTES

  7. Zerwas999 | 23. Januar 2012 um 12:01 | Permalink

    Ja Deiner Meinung kann ich mich nur anschliesen! Den es sind ja Zeitzeugen!

  8. hasseNicknames | 23. Januar 2012 um 12:07 | Permalink

    Es ist schon merkwürdig … die Wehrmacht hat einen so fürchterlichen Krieg in Russland geführt – ohne Gnade für die Bevölkerung. Und DIE helfen den Deutschen … den Kriegsgefangenen?! Das ist die größte Niederlage für eine solche Vernichtungsmaschinerie … nähmlich dass ihre “Reste” zur Strafe wie Menschen behandelt werden – ausgerechnet von denen, die zuvor kein Mitleid verdient hatten, da sie als minderwertiges Volk zur Versklavung und Auslöschung bestimmt waren.
    Grausam. Gerecht.

  9. planitzer84 | 23. Januar 2012 um 12:45 | Permalink

    das tolle an der Doku ist, dass nicht ständig irgendwelche Reporter, Journalisten, Historiker oder Politiker ihre Interpretationen in den Vordergrund stellen. Daumen hoch

  10. Keenkiller | 23. Januar 2012 um 13:30 | Permalink

    sehr schönes doku :)

  11. Zerwas999 | 23. Januar 2012 um 13:46 | Permalink

    Sehr guter Bericht! Danke!

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